Grüne Stadt

Gerolzhofen mit seinem Ortsteil Rügshofen blickt auf eine über 1225-jährige Geschichte zurück. Diese ist allerorts spürbar, ob im beeindruckenden „Steigerwalddom“, im mittelalterlichen Rathaus oder dem doppelten Stadtmauerring. Gerolzhofen ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderer und Radfahrer. 

Haben Sie gewusst, dass Gerolzhofen zwei fast intakte Stadtmauergürtel aufweisen kann? Im Bereich des äußeren Grabens und des Schussfeldes entstanden im 19. Jahrhundert Parkanlagen, die bis heute mit einem alten Baumbestand erhalten geblieben sind.

Genießen Sie aktiv die nahe gelegenen Wälder des Naturparks Steigerwald in Form von Radtouren  oder Wanderungen zwischen kühlen Wäldern und duftenden Wiesen oder gar durch die Weinberge. Unsere Gästeführer begleiten Sie gerne.

Gerolzhofen liegt am 2Franken-Radweg, der die Verbindung von Unter- und Oberfranken bildet: Wein (Würzburg) und Bier (Bamberg) zwischen Wald und Fluss!

„Heilkräutergarten Nützelbachaue“ in Gerolzhofen

Am südlichen Stadtrand von Gerolzhofen liegt die „Nützelbachaue“, ein beliebtes barrierefreies stadtnahes Erholungsgebiet. Im Sommer 2013 wurde der öffentlich zugängige Heilkräutergarten im „Grünen Klassenzimmer“ angelegt. Auf ca. 160m² ist hier ein begehbares Kräuterlexikon entstanden. Darin befinden sich heimische, heilkräftige sowie geschützte Pflanzen, die unserer Gesundheit und dem Wohlbefinden dienlich sind.

Geordnet nach ihren Wirkungsbereichen zeigen Kräuter in zwölf Themenbereichen, was in ihnen steckt Frauenkräuter, Erkältungs-, Gift- und Duftpflanzen haben dort ebenso ihren Platz wie Küchenkräuter, Rote-Liste-Arten und Pflanzen der „Traditionellen Chinesischen Medizin“

Doch die Heilkräutervielfalt ist nicht nur auf das idyllische Gärtchen beschränkt, sondern vereint sich mit den wilden Kräuterverwandten auf der benachbarten Wiese und den angrenzenden Hecken zu einer „Naturapotheke“ vor den Toren der Stadt.

Erfahren Sie mehr über Pflanzen die unsere Mütter und Großmütter noch kannten, damit wir gemeinsam das jahrhundertealte Wissen um die Einheit von Mensch und Natur erhalten. 

Veranstalter:
Stadt Gerolzhofen

Veranstaltungsort:
Nützelbachaue, Eingang: Berlinerstr. 48, 97447 Gerolzhofen

  • Ganzjährig offen, frei zugänglich, barrierefrei (für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet
  • Parkmöglichkeiten entlang der Berliner Straße 46, gegenüber der Einmündung des Philipp-Stöhr-Weges in der Berliner Straße der Beschilderung folgen

Führungen:

  • Führungen: April bis Oktober nach Vereinbarung, Anmeldung erforderlich
  • Gruppen zwischen 5 und 50 Personen
  • Dauer: 2 Stunden


Buchungen:
Tourist-Information Gerolzhofen
Altes Rathaus – Marktplatz 20
97447 Gerolzhofen
Tel.: 0 93 82 / 90 35 12
Fax: 0 93 82 / 90 35 13
info@gerolzhofen.de
www.gerolzhofen.de

Ansprechpartnerin/Informationen:                                                  


Kosten:
Gruppenpreis auf Anfrage

Eigenständige Besichtigung:

  • Ganzjährig offen, Eintritt frei
  • frei zugänglich, barrierefrei (für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer geeignet)
  • Parkmöglichkeiten entlang der Berliner Straße 46, gegenüber der Einmündung des Philipp-Stöhr-Weges in der Berliner Straße der Beschilderung folgen

Der Bibelgarten liegt am Fußweg an der evangelischen Kirche. Hier wurden Pflanzen gepflanzt, die in der Bibel erwähnt sind.

Zitat: „Das Himmelreich gleicht einem Senfkorn“ oder „ich habe gehört, dass es in Ägypten Getreide zu kaufen gibt. Zieht hin und kauft dort für uns Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben.“

In keinem Bibelgarten fehlen, darf natürlich ein Olivenbaum, der im Altertum als Lieferant von Öl für Wundpflege und Beleuchtung eine existenzielle Bedeutung hatte (Gleichnis vom barmherzigen Samariter).

Gepflanzt wurden auch Rosen („Wurzel Jesse“), Lorbeere, Wacholder, Apfel, Rizinus und Feigen.

Da nicht alle Pflanzen der Bibel in unserer Region winterhart sind, hat man auch auf Pflanzen zurückgegriffen, deren Name etwas mit Glaube und Religion zu tun hat – wie Christrosen, Pfingstrosen oder Madonnenlilien.

Der Garten ist frei zugänglich und barrierefrei.

In Gerolzhofen darf genascht werden!

Zahlreiche Kästen und Kübel mit essbaren Pflanzen sind in der Altstadt aufgestellt. Gepflanzt wurden durch die Stadtgärtnerei um Andre Ditterich unter anderem Petersilie, Erdbeeren, Sauerampfer, Rosmarin, Salat, Basilikum, Kapuzinerkresse, Tomaten, Stangenbohnen, Mangold, Süßkartoffeln, Bohnen, aber auch unbekannte Kräuterarten wie Gundermann.

Sie leben in Gerolzhofen und möchten Ihr Heim schöner gestalten und Ihre Wohnqualität verbessern?

Sie möchten dazu beitragen, dass unsere Stadt ihren Charme behält?

Die Stadt Gerolzhofen unterstützt die Grundstückseigentümer von Privathäusern in der Altstadt. Die Stadt übernimmt das Ausheben der Pflanzlöcher und stellt Ihnen die geeigneten Pflanzen zur Verfügung. An der Südseite Wein und Rosenstöcke, an der Ost und Westseite Klematis und an der Nordseite Kletterhortensien oder andere geeignete Pflanzen.

Sie müssen lediglich die passende Kletterhilfe bereitstellen und Ihre Pflanze pflegen.

Wenden Sie sich an das Stadtbauamt der Stadt Gerolzhofen in der Brunnengasse 5 in Gerolzhofen oder telefonisch unter 09382/ 607-41. Für fachlichen Rat steht Ihnen die Stadtgärtnerei gerne zur Verfügung.

Gemeinsamer Bürgerwald Gerolzhofen-Dingolshausen ist Immaterielles Kulturerbe

„Die Gemeinschaftswälder im Steigerwald sind in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden, darunter befindet sich der Gemeinsame Bürgerwald Gerolzhofen-Dingolshausen“, informiert Gerolzhofens Bürgermeister Thorsten Wozniak, Vorsitzender des „Zweckverbandes Waldpflege – Gemeinsamer Bürgerwald Gerolzhofen-Dingolshausen“.

Sieben Kulturformen sind neu in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen worden. Der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, sagte: „Mit ihrem Engagement für die Weitergabe des Immateriellen Kulturerbes an kommende Generationen leisten viele Bürger einen unschätzbaren Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“ Gerade in der heutigen Zeit seien identitätsstiftende Elemente wie Traditionen und Bräuche wichtig.

Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes listet exemplarisch lebendige kulturelle Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland auf und zeigt deren Vielfalt. An der Erstellung sind unter anderem die Deutsche Unesco-Kommission, die Bundesländer und die Kultusministerkonferenz beteiligt.

Die bäuerlichen Gemeinschaftswälder gehören zu den Wesensmerkmalen der gewachsenen Kulturlandschaft in der Region Steigerwald. Sie sind nach wie vor eng mit der Lebenswelt der alteingesessenen Bevölkerung verwoben. Ihre Entstehung kann im Steigerwald bereits für das Hoch- und Spätmittelalter angenommen werden. Holzbedarf und Güterknappheit waren der Antrieb, gemeinschaftlich und nachhaltig zu wirtschaften.

Die Regeln für die Bewirtschaftung der Gemeinschaftswälder wurden lange Zeit mündlich überliefert und mündeten schließlich in lokale Waldordnungen. Jahrhunderte alte Traditionen wurden übernommenen, zum Teil weiterentwickelt und sind bis heute eng mit den Menschen und der Bewirtschaftung des Waldes verbunden.

Der heute in Kommunalbesitz stehende „Nutz“, der rund 800 Hektar große Gemeinsame Bürgerwald von Gerolzhofen und Dingolshausen, ist ein herausragendes Beispiel für altrechtliche bäuerliche Waldgesellschaften. Die Nutzung des Waldes ist bis in das 15. Jahrhundert nachweisbar: 1473 erfolgte die erste schriftliche Erwähnung.

„Nachdem wir bereits in das bayerischen Landesverzeichnis aufgenommen wurden, ist die Aufnahme in das Bundesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes ein starkes Zeichen für diejenigen, die sich um unseren Wald gekümmert haben und kümmern. Eine Bestätigung der Leistung derjenigen, die den Wald seit Jahrhunderten sorgsam bewirtschaften, die mit und im Wald leben. Diese Auszeichnung stärkt das Bewusstsein der Region für unsere Gemeinschaftswälder als gelebte Kulturform“, sagt Thorsten Wozniak, Vorsitzender des „Zweckverbandes Waldpflege – Gemeinsamer Bürgerwald Gerolzhofen-Dingolshausen“.

Öffnungszeiten

Zu den folgenden Zeiten hat unsere Verwaltung geöffnet: 

Montag

08:00 - 12:00 Uhr
und 13:30 - 15:00 Uhr

Dienstag

08:00 - 12:00 Uhr
und 13:30 - 15:00 Uhr

Mittwoch

08:00 - 12:00 Uhr

Donnerstag

08:00 - 12:00 Uhr
und 13:30 - 17:00 Uhr

Freitag

08:00 - 12:00 Uhr

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Dann kontaktieren Sie uns einfach jederzeit unter folgenden Kontaktmöglichkeiten: